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Thailand
FAQ
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07 Aug 2020 13:26
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Jeder Fünfte wird seinen Job verlieren. Die heftigste Wirtschaftskrise nach Thailands Abschottung
Seit die Pandemie Thailand zum Lockdown zwang dürfen keine Touristen mehr in das Königreich Thailand einreisen.
[thailand-faq.de]
Jeder Fünfte wird seinen Job verlieren. Die heftigste Wirtschaftskrise nach Thailands Abschottung
- thailand-faq.de
Der Preis ist hoch, denn nun droht die schwerste Rezession der modernen thailändischen Geschichte.

Koh Samui. Die Restaurants den Strand entlang sind das ganze Jahr gut besucht. Zur Hochsaison ist die 29 Jahre alte Bedienung Patchara ohne Pause bei der Arbeit.
" Zuerst machten wir uns keine Sorgen, es gab hier keine Infektionsfälle. Erst als keine Flüge mehr in Thailand landen durften bemerkte ich die schlechte Stimmung. Seit Monaten habe ich keine Arbeit mehr. Wir wurden alle entlassen. Es gibt keinen einzigen Hotelgast und die Zimmer wurden irgendwann ganz abgeschlossen. Die Rezeption der Hotels ist verlassen. Die Reinigungskräfte mussten als erstes gehen. Dann mussten auch die Restaurants schließen. Es hat sich einfach nicht mehr gelohnt. Dann wurde auch ich entlassen. Normalerweise trage ich alleine 200 Kaffee zu den Gästen an den Strandliegen. Ich hatte viel zu tun und machte es gerne. Das Trinkgeld war sehr gut und einiges mehr als mein eigentlicher Lohn. "

Bis vor kurzem haben immer wieder Restaurants einen Neustart versucht und einige Tage geöffnet gehabt. Die Einsicht kam bereits nach wenigen Tagen. Weder der Inlandstourismus noch Marketingmaßnahmen der Tourismusbehörden konnten etwas daran ändern.

Seit Anfang April lässt Thailand niemanden mehr in das Land. Vor kurzem wurde wenige Tausend Personen mit Elite-Visum eine Einreise gestattet. Dies ist aber nicht bemerkbar denn es zielt auf wenige wohlhabende Personen ab, denn die Angst vor einer neuen Corona-Welle durch Urlauber ist groß. Bisher ist der Lockdown im Vergleich zu Europa oder den USA erfolgreich.

Die Abschottung hat aber ihren Preis. Nun droht die schwerste Rezession der modernen thailändischen Geschichte.

Die Debatten und Vorschläge die auf eine schrittweise Lockerung der Grenzschließungen abzielen werden täglich publiziert. Von Reiseblasen (Travel-Bubbles) bis zu Quarantäne-Hotels gibt es verschiedenste Lösungsansätze die jedoch nur vereinzelt Einreisen ermöglichen. Der durchschnittliche Tourist hat keine Möglichkeit einzureisen. Die Frage, wie lange sich Thailand eine Wirtschaft ohne Tourismus noch leisten kann stellt sich mit längerer Dauer des Lockdowns immer häufiger. Nicht nur Touristen, sondern insbesondere thailändische Bürger die vom Tourismus abhängig sind werden ungeduldig. Daraus resultieren Geschäftsaufgaben und Armut. Ohne jedes Einkommen können Kredite nicht zurück bezahlt werden. Freiberufler haben plötzlich gar kein Einkommen mehr. Die Urlaubsinseln sind Menschenleer, die Touristengebiete verlassen und gleichen eher einem Postapokalyptischem Stadtbild mit heruntergelassenen Rollläden und Gittern vor den Schaufenster und Eingängen.

Die thailändische Zentralbank und die Handelskammer rechnen mit einem Konjunktureinbruch zwischen 8 und 11,5 Prozent. Die Weltbank rechnet damit, dass 8 Millionen Thailänder Jobs und Einkommen verlieren werden. Das wäre jeder Fünfte, aller erwerbsfähigen Personen in Thailand.

Bedenkt man, dass der Tourismus 18% zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen hat, dann muss man entweder extreme Anpassungen und damit Änderungen der thailändischen Wirtschaft erwarten oder vom schlimmsten ausgehen.

Schlechte Aussichten
Da es so gut wie keine Einreisen gibt und in naher Zukunft geben wird, kann man vom Ende des Wirtschaftsbooms ausgehen. Der Tourismus macht einen großen Teil des Erfolgs aus, den das Land in den letzten Jahren verzeichnen konnte. Die Löhne stiegen, die Infrastruktur wurde ausgebaut, das moderne wurde der breiten Masse zugänglich gemacht. Die thailändische Währung stieg unaufhaltsam und konnte den Euro sowie den US-Dollar in den Schatten stellen. Chinesische Investitionen hielten den Baht stets hoch. Nun möchte das Land weg vom Massentourismus. Von "Quantität" zu "Qualität". Damit ist gemeint, statt Budget-Tourist den wohlhabenden Tourist. Diese Formulierungen stoßen nicht gerade auf Gegenliebe der Ausländer die oft monatelang in Thailand überwintern und damit einen entscheidenden Beitrag zu den Tourismuseinnahmen beitragen. Zum 26. August verfällt ebenfalls die automatische Verlängerung der Einreiseerlaubnis. Spätestens dann werden auc h die letzten Touristen ohne Bleiberecht gezwungen sein das Land bereits verlassen zu haben.

Von 40 Millionen Touristen auf null.
Ab wann die thailändische Regierung wieder Einreisen erlaubt ist offen. Es gibt keine konkreten Pläne für den Massentourismus.


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Recherche Bernhard Müller, Foto indivstock.com


Keywords
Wirtschaftskrise Corona Massentourismus
Jeder Fünfte wird seinen Job verlieren. Die heftigste Wirtschaftskrise nach Thailands Abschottung
veröffentlicht am
07 Aug 2020
| 13:26









*Alle ausgehenden Links sind sogenannte Ref-ID-Links. Das heißt, wenn Du da was kaufst (muss natürlich niemand), dann verdient der Verlinkende (in dem Fall hier also der Autor) ein paar Cent daran, ohne dass es Dich mehr kostet.
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Koh Samui. Die Restaurants den Strand entlang sind das ganze Jahr gut besucht. Zur Hochsaison ist die 29 Jahre alte Bedienung Patchara ohne Pause bei der Arbeit.
" Zuerst machten wir uns keine Sorgen, es gab hier keine Infektionsfälle. Erst als keine Flüge mehr in Thailand landen durften bemerkte ich die schlechte Stimmung. Seit Monaten habe ich keine Arbeit mehr. Wir wurden alle entlassen. Es gibt keinen einzigen Hotelgast und die Zimmer wurden irgendwann ganz abgeschlossen. Die Rezeption der Hotels ist verlassen. Die Reinigungskräfte mussten als erstes gehen. Dann mussten auch die Restaurants schließen. Es hat sich einfach nicht mehr gelohnt. Dann wurde auch ich entlassen. Normalerweise trage ich alleine 200 Kaffee zu den Gästen an den Strandliegen. Ich hatte viel zu tun und machte es gerne. Das Trinkgeld war sehr gut und einiges mehr als mein eigentlicher Lohn. "

Bis vor kurzem haben immer wieder Restaurants einen Neustart versucht und einige Tage geöffnet gehabt. Die Einsicht kam bereits nach wenigen Tagen. Weder der Inlandstourismus noch Marketingmaßnahmen der Tourismusbehörden konnten etwas daran ändern.

Seit Anfang April lässt Thailand niemanden mehr in das Land. Vor kurzem wurde wenige Tausend Personen mit Elite-Visum eine Einreise gestattet. Dies ist aber nicht bemerkbar denn es zielt auf wenige wohlhabende Personen ab, denn die Angst vor einer neuen Corona-Welle durch Urlauber ist groß. Bisher ist der Lockdown im Vergleich zu Europa oder den USA erfolgreich.

Die Abschottung hat aber ihren Preis. Nun droht die schwerste Rezession der modernen thailändischen Geschichte.

Die Debatten und Vorschläge die auf eine schrittweise Lockerung der Grenzschließungen abzielen werden täglich publiziert. Von Reiseblasen (Travel-Bubbles) bis zu Quarantäne-Hotels gibt es verschiedenste Lösungsansätze die jedoch nur vereinzelt Einreisen ermöglichen. Der durchschnittliche Tourist hat keine Möglichkeit einzureisen. Die Frage, wie lange sich Thailand eine Wirtschaft ohne Tourismus noch leisten kann stellt sich mit längerer Dauer des Lockdowns immer häufiger. Nicht nur Touristen, sondern insbesondere thailändische Bürger die vom Tourismus abhängig sind werden ungeduldig. Daraus resultieren Geschäftsaufgaben und Armut. Ohne jedes Einkommen können Kredite nicht zurück bezahlt werden. Freiberufler haben plötzlich gar kein Einkommen mehr. Die Urlaubsinseln sind Menschenleer, die Touristengebiete verlassen und gleichen eher einem Postapokalyptischem Stadtbild mit heruntergelassenen Rollläden und Gittern vor den Schaufenster und Eingängen.

Die thailändische Zentralbank und die Handelskammer rechnen mit einem Konjunktureinbruch zwischen 8 und 11,5 Prozent. Die Weltbank rechnet damit, dass 8 Millionen Thailänder Jobs und Einkommen verlieren werden. Das wäre jeder Fünfte, aller erwerbsfähigen Personen in Thailand.

Bedenkt man, dass der Tourismus 18% zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen hat, dann muss man entweder extreme Anpassungen und damit Änderungen der thailändischen Wirtschaft erwarten oder vom schlimmsten ausgehen.

Schlechte Aussichten
Da es so gut wie keine Einreisen gibt und in naher Zukunft geben wird, kann man vom Ende des Wirtschaftsbooms ausgehen. Der Tourismus macht einen großen Teil des Erfolgs aus, den das Land in den letzten Jahren verzeichnen konnte. Die Löhne stiegen, die Infrastruktur wurde ausgebaut, das moderne wurde der breiten Masse zugänglich gemacht. Die thailändische Währung stieg unaufhaltsam und konnte den Euro sowie den US-Dollar in den Schatten stellen. Chinesische Investitionen hielten den Baht stets hoch. Nun möchte das Land weg vom Massentourismus. Von "Quantität" zu "Qualität". Damit ist gemeint, statt Budget-Tourist den wohlhabenden Tourist. Diese Formulierungen stoßen nicht gerade auf Gegenliebe der Ausländer die oft monatelang in Thailand überwintern und damit einen entscheidenden Beitrag zu den Tourismuseinnahmen beitragen. Zum 26. August verfällt ebenfalls die automatische Verlängerung der Einreiseerlaubnis. Spätestens dann werden auc h die letzten Touristen ohne Bleiberecht gezwungen sein das Land bereits verlassen zu haben.

Von 40 Millionen Touristen auf null.
Ab wann die thailändische Regierung wieder Einreisen erlaubt ist offen. Es gibt keine konkreten Pläne für den Massentourismus.
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